Große Resonanz bei Jugendschutzveranstaltung der Sportvereine

Einsicht ins Führungszeugnis sichert Vorstände ab

 

Eine erfreulich große Beteiligung an der Informationsveranstaltung der Stadt Lippstadt zum Thema „Sexualisierte Gewalt im Sport“ zeigten die Lippstädter Sportvereine: Rund 90 Vertreter aus 45 Vereinen sowie Vertreter der Verwaltung, des Stadtsportverbandes und des Kreissportbundes ließen sich von der LSB-Referentin Gitta Axmann Basis- und Hintergrundinformationen zum Thema geben. Praxisbeispiele und Vorschläge für die Prävention und die Qualifikation von Übungsleitern und Jugendbetreuern wurden ebenso erläutert wie das angelaufene Verfahren zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben.

 

Nach dem Vortrag erläuterte der Stv. Fachbereichsleiter Paul-Gerd Sommer in seiner Zuständigkeit für den Bereich Sport die geplante Umsetzung über eine Vereinbarung zwischen der Stadt und den Sportvereinen als Träger der freien Jugendhilfe. Alle Beteiligten empfehlen den Vereinsvorständen diese Vereinbarung abzuschließen und in ihren Vereinen entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Dazu gehören die Ernennung eines Beauftragten für den Jugendschutz sowie die Vorlage eines aktuellen, erweiterten Führungszeugnisses durch die mit der Jugendarbeit ständig beauftragten Übungsleitern und ähnlichen Helfern.

 

Zur Thematik hatten mehrere Vereinsvertreter eine Reihe von Fragen, die geklärt wurden. U.a. ist eine Sammelbestellung der Führungszeugnisse durch den jeweiligen Verein bei der Einwohnermeldestelle wegen des Datenschutzes nicht möglich. Und bei der Umsetzung werden die Vereine nicht unter Zeitdruck gesetzt.

 

Zur Entlastung der Vereinsvorstände stehen mehrere Hilfen zur Verfügung. Zum Vorgehen gibt es Informationsmaterialien wie Checkliste, Handlungsleitfaden und eine Entscheidungshilfe über relevante Tätigkeiten der in Frage kommenden Personengruppen. Die Materialien werden im Internet u.a. beim ssv-lippstadt.de zur Verfügung gestellt. Bei der Stadt Lippstadt stehen im Fachdienst Jugend- und Familie Helga Rolf sowie im Fachdienst Allgemeine Jugendhilfe Klaus Rennkamp für Fragen und Beratungen zur Verfügung. Zum organisatorischen Ablauf geben auch die Koordinierungstelle Sport, der KSB und der SSV Auskünfte.

Im Bild v.l.: Karl Brüggenolte (SSV), Helga Rolf (FD Jgd./Familie), Klaus Rennkamp (FD Allgem. Jugendhilfe), Referentin Gitta Axmann LSB), Julia Sternberg (KSB), Paul-Gerhard Sommer (FB Bauen /Sport).

Erweitertes Führungszeugnis für das Ehrenamt im Kreis Soest - Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes

Der Gesetzgeber beabsichtigt mit der Neufassung des § 72a SGB VIII, die Kinder und Jugendlichen besser vor den Folgen sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit zu schützen. Die Träger der Jugendarbeit (also auch die Sportvereine) müssen nun sicherstellen, dass keine Personen in der Jugendarbeit beschäftigt werden, die wegen einer sexuell motivierten Straftat vorbestraft sind. 

 

Dies erreichen die Vereine nach den gesetzlichen Bestimmungen auch dadurch, dass sie sich von den Übungsleiterinnen und Übungsleitern ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen lassen.

 

Betroffen sind dabei diejenigen neben- und ehrenamtlich Beschäftigten, die Kinder oder Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen, ausbilden oder in einem vergleichbaren Kontakt zu ihnen stehen. Die Entscheidung, ob im konkreten Einzelfall ein Führungszeugnis vorgelegt werden muss, entscheidet der Verein selbst anhand von Kriterien wie Art, Intensität und Dauer des Kontakts.

 

Jeder Verein wird in der nächsten Zeit vom zuständigen Amt aufgefordert werden, eine entsprechende Verpflichtungserklärung abzugeben.

 

Wir raten daher unseren Sportvereinen dringend, sich unter den folgenden Links zu informieren.

 

Am 02.09.2014 fand die Informationsveranstaltung der Stadt Lippstadt zu diesem Thema statt. Den Bericht können Sie hier lesen.

Informationen

KSB Soest

 

 

 

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Aktualisiert: 10.02.2018

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