Pressebericht vom 21.01.11 Zeitung "Der Patriot"

Stadtsportverband: Sparbeschlüsse für Kombi-Bad sind nicht akzeptabel
Vorstand rechnet fest damit, dass die Politik noch Verbesserungen beschließen kann. „Kosten für andere Projekte werden schöngeredet - beim Schwimmbad wird gestöhnt"

Lippstadt - Angesichts bevorstehender wichtiger Aufsichtsratsbeschlüsse bei den Stadtwerken und neuer Zahlen über die Betriebskosten des geplanten Kombibades gab der Vorstand des Stadtsportverbandes (SSV) Lippstadt nun eine aktuelle Stellungnahme heraus.

Darin tritt der SSV zunächst dem immer noch verbreiteten Eindruck entgegen, in Lippstadt solle ein ähnliches Spaßbad wie in Soest oder ein Sportbad wie in Paderborn gebaut werden. Beides sei bei Weitem nicht der Fall.

In mehreren Sitzungen der Bäderkommission wurden zuletzt im Juli 2010 erneut Abstriche am Projekt vorgenommen, damit die vom Rat der Stadt ausgegebene Kostengrenze von 12 Mio. Euro einschließlich Planungskosten eingehalten werden kann. Sprungturm im Hallenbad, 50-Meter-Bahnen, Tauchbecken und angeschlossenes Außenbecken sollen komplett entfallen, an Gesamtwasserfläche, Gastronomie und Cabriodach wurden erhebliche Abstriche vorgenommen.

Die Wasserfläche wird zu klein

„In dieser Sitzung ist unser Vertreter in der Bäderkommission dem Irrtum erlegen, er könne mit der Reduzierung um eine Schwimmbahn im Sportbecken die Wassertiefe von 3,00 m im Lehrschwimmbecken retten. Letzteres wurde jedoch nicht mehr abgestimmt. So ist nun beides gestrichen und wir haben die Befürchtung, dass die Wasserfläche im Sport- und Freizeitbereich zu klein wird und die Besucher ausbleiben. Die neue Wasserfläche beträgt einschließlich des Außen-Sprungturmbeckens nur noch rund 1 100 Quadratmeter gegenüber bisher rund 1 900 Quadratmeter, eine Reduzierung von 42 Prozent", rechnet der SSV vor.

Hinsichtlich der Wassertiefe müssten insbesondere die DLRG, die zahlreiche Rettungsschwimmer ausbildet, und die Taucher eine Verschlechterung gegenüber heute hinnehmen. Erfreulich ist hingegen nach Meinung des SSV, dass die Hälfte des jetzigen Freibad-Außenbeckens mit dem Sprungturm entgegen der ursprünglichen Planung erhalten bleibt, so dass DLRG und Taucher etwa neun Monate in diesem Becken üben und Prüfungen abnehmen könnten.

Der Sprungturm draußen stehe auch allen anderen Schwimmern im Sommer zur Verfügung. In diesem Zusammenhang sieht der SSV die Initiative von Stadtwerke-Chef Siegfried Müller, ein Blockheizkraftwerk zu bauen und damit Wärme auch für das Außenbecken zu produzieren, sehr positiv.

Ferner ist dem SSV bewusst, dass die Baukosten und die Betriebskosten eine wichtige Rolle bei jedem Bauvorhaben spielen. „Trotzdem sei die Frage erlaubt: Muss man bei einem Bau, der für mindestens 40 Jahre ausgelegt wird, nur an die Kosten denken? Wir kennen viele Beispiele in unserer Stadt, wo Kosten politisch „schöngeredet" werden - beim Schwimmbad wird gestöhnt. Deshalb hat es uns besonders gefreut, dass zuletzt beim Standortforum eine Mehrheit der Unternehmer sich dafür ausgesprochen hat, nicht nur betriebswirtschaftlich zu denken", so der Vorstand des SSV.

An 268 000 Euro darf es nicht fehlen

Der SSV erinnert ferner daran, dass die Vereine selbst mögliche Einsparungen vorgeschlagen haben, zum Beispiel auf ein Cabriodach (Sportbecken) zu verzichten, und verschiedene Einsparungen wie 50-Meter-Bahn, Innen-Sprungturm usw. akzeptiert hätten.

„Wir meinen allerdings, dass es an 268 000 Euro zum Beispiel für die sechste Bahn nicht fehlen darf. Und deshalb unterstützen wir den Antrag der BG, mitgetragen von SPD, Grünen und Christdemokraten, Zusatzmittel aus den Sportfördermitteln des Landes zu generieren. Die CDU war zwischenzeitlich tendenziell ebenfalls dafür, wenn es denn machbar ist. Nach unserer Kenntnis ergeben sich noch weitere Einnahmen und Einsparungen, die zurzeit noch nicht bezifferbar sind", erläutert der Stadtsportverband.

Abschließend macht der SSV folgende Rechnung auf: Bei den veröffentlichten Betriebskosten von voraussichtlich etwa 1,7 Mio. Euro jährlich müsse man wissen, dass beim neuen Bad im Gegensatz zu den alten, abgeschriebenen Bädern jetzt Abschreibungskosten gebucht werden. Jede Neuinvestition erfordere dadurch zunächst Mehrkosten.

„Dem stehen aber auch entsprechende Werte gegenüber. Ohne Abschreibungskosten, den Vorteilen aus dem Blockheizkraftwerk und angemessen erhöhten Eintrittspreisen, liegen die reinen Betriebskosten auch mit sechster Bahn aus unserer Sicht unter den bisherigen", so der Vorstand des Stadtsportverbandes.

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Aktualisiert: 11.04.2018

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